Sonntag, 21. Februar 2010

Wildlife total

Die Everglades habe ich mir für den letzten vollen Tag hier in Florida aufgehoben und ich muss sagen, dass ich schwer begeistert von bin! Es ist der absolute Wahnsinn wie viele verschiedene Tiere man dort in freier Wildbahn sehen kann und auch die Anzahl der Tiere ist beeindruckend!



Den Florida Panther habe ich leider nicht gesehen, was aber auch nicht gerade außergewöhnlich ist. Es bedarf schon ungemein viel Glück, wenn man den auf den Touristenrouten mal erblicken will.



Im Nationalpark gibt es diverse ausgebaute Trails auf denen man sich die Everglades anschauen kann. Gleich einer der ersten ist auch mit der spektakulärste, denn hier findet man besonders viele Tiere vor, insbesondere Alligatoren. Ich hatte auch das Glück zwei von denen mal in „Aktion“ zu sehen, denn diese Burschen bemühten sich mal ein wenig herum zu schwimmen.



Neben den Alligatoren sind die Everglades auch insbesondere für ihre Vogelvielfalt berühmt. Sehr witzig war auch mit anzuschauen, wie ein Vogel im Wasser einen Fisch ergattern konnte und sofort ein weiterer dazu kam um ihn den Fisch zu stehlen. Dies ging dann ca. 2 Minuten immer hin und her.




Auch konnte ich eine Schildkröte finden.



Am Ende des ersten Trails war dann noch eine Stelle, an der sich die Alligatoren nur so getummelt haben. Der Grund hierfür ist, dass dies mit eins der größten Wasserlöcher in den Everglades ist, in dem sich in der Trockenzeit (Winter) am längsten das Wasser hält. Daher zieht es dann die meisten Tiere auch in diesen Bereich.





Der folgende Knabe war noch der größte Entertainer unter den Alligatoren, denn er hat immerhin sein linkes vorderes Bein bewegt und sein Maul für eine Weile geöffnet. All die anderen lagen die ganze Zeit einfach nur regungslos in der Gegend rum und haben sich gesonnt. Laut des Rangers werden diese auch erst in den Abendstunden aktiv.




Nachdem ich den ersten Trail ausgiebig erkundet hatte, ging es dann auf der einzigen großen Straße im Nationalpark immer weiter Richtung Flamingo, dem Ende der Straße am Meer wo man Richtung Keys schaut. Auf dem Weg dorthin habe ich dann noch an den weiteren Trails angehalten! Im Wesentlichen sind ja die Everglades ein Sumpfland eines Flusses. Der Fluss ist gerade einmal 80 Meilen lang aber dafür 60 Meilen breit! Und in der Regel nicht tiefer als 60 bis 90 cm.



Kurz vor Flamingo gab es dann noch einen großen See der mit Salzwasser vom Meer gefüllt ist. Die Ufer waren mit den dort typischen Mangrovenwäldern bewachsen.



In Flamingo selber konnte man dann wieder einen tollen Blick auf den Ozean werfen. Das Bild ist dann aber sehr ähnlich zu den, wie man es direkt von den Keys kennt.



Am Hafen haben sich dann auch diverse Pelikane in den Bäumen niedergelassen.



Und ich hatte auch noch ein wenig Glück ein amerikanisches Krokodil zu sehen! Dieses hat sich ebenfalls im Hafen von Flamingo niedergelassen. Somit habe ich sowohl die Alligatoren im Süßwasser als auch ein Krokodil im Salzwasser gesehen.




Die Everglades waren somit nun mein letzter großer Stopp in Florida. Am Nachmittag habe ich mich dann auf den Weg wieder Richtung Norden gemacht, da morgen mein Flug von Orlando aus wieder zurück nach DC geht. Mit Absicht habe ich auf der Rücktour nicht den Interstate gewählt, sondern ich habe mich dazu entschlossen durch das Hinterland von Florida zu fahren.
Das Hinterland bietet den totalen Kontrast zu den Küsten! Man fährt hier ewig auf total geraden Straßen ohne das irgendwo was in der Nähe zu sehen ist. Nur weitere Sümpfe oder gigantisch große Felder! Auf der einen Straße bin ich 30 Meilen lang gefahren ohne, dass eine einzige Kurve oder dergleichen vorhanden war! Einfach nur Schnurrstracks gerade aus! Zwischenzeitlich habe ich mich schon echt gefragt, wofür eigentlich das Lenkrad im Auto gut ist ;)

Und dann konnte ich noch sehen, wie man in den USA seine neuen Möbel kauft und diese auch gleich noch austestet :D

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