Als erstes habe ich mich auf den Weg zum Pier 33 gemacht, dem Pier von dem die Fähre nach Alcatraz abfährt. Unterwegs habe ich mal eine der „neueren“ Straßenbahnen von San Francisco fotografiert. Die Stadt ist quasi ein lebendiges Technikmuseum. ;-) Mit der Fähre ging es dann auch schon um 9:30 Uhr los, leider war die Aussicht auf die Stadt und in die Bay etwas getrübt.
Kaum auf Alcatraz angekommen wurde man auch gleich mit allen Epochen der Insel konfrontiert. Eigentlich dachte ich immer, Alcatraz wäre einfach nur eine Gefängnisinsel, dem ist bzw. war aber nicht so! Ursprünglich wurde hier eins von drei Forts errichtet, die die San Francisco Bay schützen sollten. Später wurde daraus ein Militärgefängnis, dann wurde der Betrieb aus Kostengründen eingestellt, dann das Gefängnis, wie die meisten es kennen, gegründet bis es dann wieder aus Kostengründen geschlossen wurde. Und zu guter Letzt wurde die Insel von Indianern besetzt, die damit auf ihre missliche Lage aufmerksam machen wollten. Aus all den Zeiten kann man die Spuren auf der Insel sehen!
Mit einer Audiotour ging es dann durch die Zellentrakte. Es ist schon recht beeindruckend, unter welchen Bedingungen die Häftlinge dort untergebracht waren! Die Zellen waren auf das äußerste Minimum beschränkt und auch generell sah es alles andere als Komfortabel aus.
Der Paradaplatz.
Der Hauptkontrollraum.
Der Gefängnishof, in dem Al Capone und Co. bis zu 3 Stunden pro Tag Ausgang hatten.
Das Fabrikgebäude.
Und ein Teil der ursprünglichen Festung.
Nachdem ich dann auch erfolgreich wieder ausbrechen konnte, habe ich mich gleich noch einmal zum Pier 39 begeben. Heute waren die Seelöwen auch um einiges aktiver und ich konnte mehrere noch recht kleine Seelöwen sehen. Sehr witzig war auch, wie sich 3 Seelöwen auf einen Schwimmponton längere Zeit rumgekappelt haben und gegenseitig ins Wasser geschoben haben.
Mein nächster Stopp war dann an der Golden Gate Bridge sowie dem Fort Point, welches direkt unter der Brücke gelegen ist. Man hatte wohl damals überlegt es abzureißen, sich dann aber doch dafür entschieden die Konstruktion der Brücke zu überdenken und das Fort stehen zu lassen.
Direkt an der Brücke, konnte man auch diversen Surfern zuschauen.
Ich hatte noch zwischenzeitlich kurz überlegt, ob ich denn auf die Brücke auch raufgehen sollte, den Wind und Regen waren ja nicht so wahnsinnig angenehm. Aber im Enddefekt war ich eh schon nass und ich wollte es mir dann doch irgendwie nicht nehmen lassen mal auf der Brücke gewesen zu sein. Somit bleibt dann wenigstens keine Lücke in meiner Todo-Liste. ;-)
So hier noch schnell zwei Bilder von meinem fahrbaren Untersatz. Generell muss ich langsam sagen, dass ich nach all dem Rumgefahre in den USA hier eins definitiv nicht mehr missen mag und das ist ein Tempomat! :D
Ja und dann hieß es auch schon wieder Abschied von San Francisco nehmen. Ich habe die Stadt entlang der Pazifikküste südlich verlassen. Apropos Pazifik, jetzt hab ich auch schon zwei der drei Ozeane gesehen, ist schon irgendwie eine irre Vorstellung. Und die Strände und Wellen hier sind auch einfach mal der Hammer!
Gray Whale Cove State Beach.
San Gregorio State Beach.
Leider war es nur eine recht kurze Begegnung mit dem Pazifik, denn von nun an bin ich nur noch östliche Gefahren bis zu meinem heutigen Hotel in Mariposa, kurz vor dem Yosemite National Park, den es morgen zu erkunden gilt.
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