Dienstag, 2. Februar 2010

L - 6

Langsam aber sicher merkt man, dass in naher Zukunft ein Ereignis bevorsteht, das auch auf unser Projekt sich auswirken wird. Aktuell finden die letzten Startvorbereitungen statt für den Raketenstart (Atlas V Rakete), der das Solar Dynamics Observatory (SDO) von Cape Canaveral ins All befördern wird. Am 9. Februar soll es dann soweit sein! Wer dem Countdown mitfiebern mag, kann sich alle Informationen dazu auf der Missionshomepage holen.
Den Start von SDO werden wir aller Voraussicht nach auf Großleiwand im GSFC mitverfolgen. Das Event und der Countdown wird uns jetzt auch jeden Morgen auf der großen Infotafel, am Eingang des Geländes, angezeigt. Ich bin schon recht gespannt, wie das so NASA intern zelebriert wird.
Wen dann alles planmäßig verläuft, werden uns die ersten Bilder von SDO ca. 60 Tage nach Start erreichen. Warum 60 Tage? Uns wurde erklärt, dass erst einmal ca. 30 Tage lang der Satellit im All quasi ausgasen muss und dann langsam die ersten Systemtests durchgeführt werden. Und eh dann alle Tests und Kalibrierungen abgeschlossen sind, sind noch einmal ca 30 Tage vergangen.
Am letzten Mittwoch fand eigens bei uns am GSFC ein Vortrag vom Projektleiter über SDO statt. Während des Vortrages bin ich Zwischenzeitlich mal etwas ausgestiegen, denn er war an manchen Stellen mir dann doch ein wenig zu physikalisch ;-) aber es war schon mal ganz nett anzuhören was da so alles drum her um abläuft. Bei einigen Leuten im Raum hatte ich dann aber doch den Eindruck, dass sie das schon des öfteren miterlebt haben, denn ca. 10% der Zuhörer hat erst einmal ein Nickerchen gehalten :D Vielleichts lag auch daran, dass der Termin direkt nach der Mittagspause gewählt wurde ;-)
Auch sehr witzig fand ich, dass das "Auditorium", in dem der Vortrag gehalten wurde, irgendwie noch ziehmlich stark an die 70iger und 80iger Jahre erinnert hat und auch ein gewissen "Governmantal Flair" hatte. Dazu gehörten entsprechende Holzverkleidungen an den Wänden, die Art und Weise wie die Vorhänge im vorderen Bereich beschaffen waren, Flaggen der NASA und USA und einen Fernseher, wie ich ihn eigentlich nur noch aus Filmen kenne :D Aber er hat echt noch funktioniert und irgendwelche Embleme etc. angezeigt!

Am Freitag bin ich nach der Arbeit seit langem mal wieder zum Volleyball gefahren! Ich konnte es kaum glauben, dass ich es mehr oder weniger sogar noch konnte!? ;-) Also habe ich die Zeit dort auch voll ausgenutzt und zwar bis die Halle dann um 00:30 Uhr geschlossen wurde. War mal wieder recht lustig, abgesehen davon, dass ich ein regelmäßiges Training ruhig mal wieder vertragen könnte.

Ja und am Samstag sah dann DC plötzlich ganz anders aus:


In der Nacht hat es dann noch angefangen zu schneien und dies hat sich dann auch den ganzen Samstag nicht mehr geändert. Am Ende würde ich mal auf knapp 10cm Neuschnee tippen, die so vom Himmel gefallen sind.
Für mich war es nur sehr erstaunlich wie dieser besondere Aggregatszustand des Wasser das Leben der Stadt auf den Kopf gestellt hat! Die wenigsten Leute haben sich überhaupt noch aus ihren Häusern gewagt und vom Räumen der Straßen und Gehwege hält man hier scheinbar so rein gar nichts! Als ich mich am Nachmittag auf den Weg zum Supermarkt gemacht habe, habe ich nur einen Straßenblog von meiner Wohnung entfernt einen Schneeschieber gesehen. Dieser hat am Straßenrand geparkt und war schon selbst ordentlich zugeschneit! :D Scheinbar gilt für den Winterdienst das selbe wie für die NASA Mitarbeiter: Wenn es draußen schneit, bleib ich zu Hause und warte die Wetterkapriole ersteinmal ab! Ich fands super das es geschneit hat, denn der Supermarkt war gleich einmal so leer, dass ich dieses Mal nicht einmal mehr an der Kasse anstehen musste (sonst sind mind. 10 Minuten normal!) :)
Am späten Abend fingen dann auch die ersten Hausbesitzer mal an, langsam die Wege vor ihren Grundstücken vom Schnee für die Fußgänger zu befreien.
Der Sonntag war dann ein Tag wie aus dem Bilderbuch. Bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt, blauem Himmel und Sonnenschein hab ich mich auf den Weg zur National Mall gemacht um ein paar Bilder von DC im Schnee zu machen. Meine Tour hat am Sculpture Garden angefangen



und von dort aus bin ich dann bis zum Lincoln Memorial gelaufen.

Und ich habe sogar zwei Skilangläufer auf der National Mall gesehen! Die Spuren sind ja auf den Fotos zu erkennen! :)











Hier mal noch ein Blick vom Lincoln Memorial über die Arlington Memorial Bridge mit dem Friedhof, auf dem u.a. J. F. Kennedy liegt, im Hintergrund.





Nach dem ich schon viel zu viel Sonne und frische Luft bekommen habe, ;-) bin ich zum Convention Center gefahren. Dort fand an diesem Wochenende die Washington Auto Show statt. Im wesentlichen wurden dort all die neuen Modelle für das Jahr 2010 präsentiert. Eigentlich hatte ich gedacht, dass dort auch die eine oder andere Showeinlage stattfindet, aber irgendwie war es von diesem Gesichtspunkt recht ernüchternd. Dennoch war es ganz nett anzuschauen. Aber eins musste ich dort mal wieder feststellen: die Amis sind scheinbar noch um einiges mehr Medien und Werbung geprägter als wir und es spielen Namen eines große Rolle, egal was sich eigentlich dahinter verbirgt. Überall konnte man Leute Sprüche sagen hören wie "Ey schau mal da, dass ist das Auto aus dem Film sowieso" oder "Ey, dass Auto hat der Star sowieso". Selbst kleine Kinder waren schon entsprechend geprägt! Einmal musste ich mir auch sehr das Lachen verkneifen als jemand die Motorhaube eines Wagen aufgemacht hat, ganz Poserlike und als Kenner davor gestellt hat und aufzählen wollte was alles drin steckt. Er hat dann das Wort, welches an der Seite des Motorblockes stand noch vorgelesen, mit einem "Wow!" kommentiert und dann war auch schon Schicht im Schacht. Grund: Der gesamte Motorblock war, wie eigentlich heute so üblich, mit ordentlich Plasteverdeckungen überdeckt, so dass man eigentlich auch nix anderes gesehen hat! Ich fand das Bild, welches sich mir da ergeben hat, sehr lustig! :D
Hier dann mal noch ein paar Bilder von ein paar Vierrädlern:














Montag, 1. Februar 2010

Planning to go South

Damit mal wieder ein wenig Abwechslung hier in meinen Alltag kommt, habe ich gerade eben mal Flüge nach und von Orlando gebucht! Los gehts für mich am 17.02. und dann erwartet mich hoffentlich Sonne, Strand und Meer für ganze 5 Tage :)

Mein Plan ist es, dann mit einem Mietauto Florida unsicher zu machen und dabei u.a. das Kennedy Space Center, Miami, die Everglades und Keys anzusteuern. Ihr könnt dann sicher wieder auf ein paar abwechslungsreiche Reiseberichte hier hoffen!

Mittwoch, 27. Januar 2010

Time difference * 4 = ~ Temperature difference

Es gibt hier doch auch nach mehr als vier Monaten immer wieder neue Erfahrungen zu machen! So ist unter anderem Taxifahren in der USA fast immer ein besonderes Ereignis, insbesondere wenn man mit mehreren Leuten unterwegs ist.
Als ich am Samstag, nachdem André und Matthias wieder abgereist sind, nachts mit 4 Spaniern wieder von einer Party (außerhalb von DC) nach Hause fahren wollte, wussten wir noch nicht, welche Herausvorderung wir uns da auferlegt haben! Als wir nach kurzer Zeit ein Taxi am Straßenrand herangewunken hatten, haben wir gefragt, ob er uns denn nach DC fahren kann und was es denn koste. Der Taxifahrer hat zugestimmt und meinte es würde $40 kosten, er schalte auch das Taximeter aus. Also haben wir zugestimmt und wollten (zu 5!) ins Taxi einsteigen, was aber nicht ging, denn der Beifahrersitz war vollgemüllt mit Papierzeugs, Trinkbechern und sonstigem. Also an der ohnehin schon nörgelnde Taxifahrer unter rummeckern den Sitz halbwegs freigeräumt, so dass wir erst einmal einsteigen konnten. Als sich dann alle ins Auto gequetscht hatten fragt Santi den Taxifahrer, ob er denn bereit währe ihn auch zu einem Standard als den vereinbarten zu fahren, er würde ja dafür auch extra bezahlen. Die Antwort des Taxifahrers war dann nur, dass wir alle aussteigen sollen, er fahre doch nicht nachts durch DC! Von uns hat die Aktion keiner verstanden! Also waren wir mal wieder auf der Suche nach einem Taxi :D
Kurze Zeit später haben wir dann das zweite Taxi angehalten und gefragt, ob er uns denn nach Columbia Heights in DC fahren möge. Die Antwort kurz und knapp: Nein, er fahre nicht nach DC, ist ihm zu gefährlich. Zu gefährlich??? So weit ich weiß, hatte die Gegend in der wir uns gerad befanden eine höhere Kriminalitätsrate als die Gegen wo wir hin wollten!
Wie dem auch ist, haben wir nach ein wenig warten, dass dritte Taxi angehalten. Gleich Frage, neue Antwort: kostet mind. $70! $70??? Dafür hätte ich fast hin und zurück von meiner Wohnung bis zum ca. 35 km entfernten Dulles Int. Airport fahren können! Das war uns dann ein wenig zu happig, also haben wir auf das nächste Taxi gewartet. Bzw. haben wir uns an einer Tankstelle eine Nummer eines Taxiunternehmens besorgt und uns ein Taxi geordert. Dieses kam dann auch ca. 20 Minuten später, nachdem es erst einmal 6 Meilen entfernt uns vergeblich versucht hat einzusammeln! Als der Fahrer dann fragte wo wir hin wollten und wir Columbia Heights antworteten kam nur die Frage: Wo ist das? Wo das ist konnte ich ja noch sagen, aber den Weg dort hin sollte er wissen, dachten wir zumindestens! Glücklicherweise bemühte er dann sein Navi, so dass das Problem fürs erste gelöst war. Auf die Frage was dies denn voraussichtlich kosten würde konnte er uns dann aber wiederrum keine Antwort geben, denn er wüßte ja nicht wo das sei (man bemerke er hat gerad das Navi angeschaltet auf dem die voraussichtliche Fahrzeit und Entfernung stand!!!)! Uns war dann in dem Moment alles egal, er hat einfach das Taximeter angemacht und ist dem Navi gefolgt. Etwa 20 minuten später bin ich dann doch glatt vor meinem Haus hier abgesetzt wurden und uns hat der ganze Spaß zusammen $30 gekostet! :D Das war vielleicht nen Akt! Als die Spanier dann fragten, ob er denn auch bereit wäre sie alle zu ihren Häusern zu fahren, meinte der Fahrer nur, ihm sei es egal, er fahre überall hin :D

Ein Anekdote gibt es dann doch noch mit den Taxifahrern hier zu erzählen! Als wir uns ein anderes Mal hier in DC zu fünft ins Taxi gequetscht haben, fragten wir den Fahrer, ob er denn keine Angst hätte wegen "Überfüllung" und der Polizei. Er meinte darauf hin alles mehr oder weniger halb so schlimm, man muss zwar ne Strafe zahlen, aber das Risiko wäre er bereit einzugehen. Außerdem sei sein persönlicher Rekord die Mitnahme von 11 Personen in einem 5 Mann Taxi!!! Also 12 Leute in einem Auto was für 5 Personen ausgelegt ist!!! Respekt! Wir haben den Fahrer, gebührtiger Pakestani, aber nicht gefragt ob es in Pakistan war oder hier in DC :D

Am Sonntag ... richtig es ist wieder einmal Kinotag ;-) ... hab ich mir mit Angelo The Book of Eli angeschaut. Mir hat der Film sehr gut gefallen, halt ein typischer Film mit Denzel Washington. Mit Abstand auch der Beste, der ganzen Apokalypsefilme, die so in letzter Zeit hier liefen.

Der Montag war dann auch gleich mal wieder ein Feiertag, den ich habe sehr entspannt angehen lassen habe. Am frühen Abend, habe ich mir mit Markus dann noch Avatar in 3D angeschaut, quasi endlich mal nachgeholt. Und ich muss sagen, dass der Film mich keines Wegs enttäuscht hat!

Am Mittwoch sind dann Markus, Victor, David und Yoli (David arbeit seit kurzem auch bei der NASA und Yoli ist seine Freundin) wieder einmal zum Basketball gegangen. Da wir ja wussten das man, wenn man die billigsten Tickets kauft wahrscheinlich innen ein kostenloses Update bekommt, haben wir natürlich auch diese wieder gekauft. In wie sollte es anders sein, wurden dann innen unsere Tickets auf $99 aufgestuft, so dass wir sogar noch bessere Plätze als beim letztem Mal hatten. Ach so, Gegner der Wizards waren dieses mal die Dalles Mavericks mit Dirk Novitzki - eigentlich der Hauptgrund warum wir zu dem Spiel gegangen sind ;-)



Hier mal der Dirk beim Freiwurf:



Zwischenzeitlich sah es ja mal eine Zeit lang so aus, als wäre das Spiel frühzeitig entschieden und am Ende gäbe es eine mehr oder weniger starke Klatsche für die Wizards, aber dem sollte nicht so sein. Ab Mitte des 3. Viertels wurde das Spiel auf einmal richtig Spannend und es kam in Ansätzen mal sowas wie Stimmung auf. Und dies blieb dann auch so bis zum Ende, als die Wizards sogar die Chance hatten den Siegtreffer zu markieren, da sie den letzten Ball hatten und nur einen Punkt zurück lagen. Aber am Ende konnten die Mavs den Punkt retten und Novitzki war mit 28 Punkten der beste Werfer des Abends.
Ach und dann gab es von VW auch noch ein interessantes Pausenspielchen. Es wurde getestet wie viele Leute mit einmal in einen Golf GTI innerhalb von einer Minute reinpassen. Das Ergebnis waren 18! Erinnerte mich irgendwie etwas an den pakistanischen Taxifahrer, ich hoffe er hat dies nicht gesehen! :D
Was ist sonst noch so geschehen? Am letzten Wochenende war ich unter anderem mit Victor und Santi mal wieder ein paar Bars / Clubs hier in der Stadt unsicher machen. So waren wir unter anderem auch das erste Mal so richtig in der U Street unterwegs und es hat uns sehr gefallen. In dem einen Club waren sogar die Wände mit Deutschen und Französischen Straßen und Reklameschildern ausgehangen und unter anderem auch ein Schild für ein Berliner Bier. Da kamen doch glatt wieder Heimatgefühle durch ;-)
Dann ist in einem Café, in dem wir des einen Abends saßen mein Stuhl plötzlich zusammen gebrochen :D Leider wollte die eine Freundin von Victor (die Studierte Juristin aus Havard und Georgetown ist) nicht auf meinen Deal eingehen, dass mir doch plötzlich dadurch der Rücken ganz doll "weh tue" ;-)
Und zum Abschluss kann ich noch 2 Dinge berichten. Am letzten Sonntag waren wir dann hier zu einer Filmvorstellung, die durch das Göthe Institut in DC organisiert wurde. Es handelt sich dabei um einen deutschsprachigen Film, der in einer Reihe eines einwöchigen deutschsprachigen Filmfestivals gezeigt wurde. Der Film hieß "Let's make money" und ist ein Kapitalismuskritischer "Doku"film mehr oder weniger im Stile von Michael Moore. Ich fand ihn nicht schlecht, da er doch viele Kontraste, meistens auch ohne Kommentar, aufgezeigt hat. Die zweite Sache ist, dass ich die Tage hier mal die Temperatur in DC mit der in Berlin verglichen habe und dabei eine Temperaturdifferenz von 26°C ausgerechnet habe! Am Montag hatten wir hier 16°C, cool ne!? Aber am Samstag soll es hier auch bei Minusgraden schneien. Man darf gespannt sein!
So jetzt seit ihr wieder alle auf dem aktuellen Stand! :)

Sonntag, 24. Januar 2010

Hostel Columbia Heights

Nachdem Julia leider wieder abreisen musste, dürfte ich für eine weitere Woche noch mein kleines Hostel betreiben. Ca. 3 Stunden nachdem ich Julia am Flughafen verabschiedet habe, kamen André und Matthias von New York City mit dem Bus in DC an.

In meinem Zimmer fing dann erst einmal das große Rücken an, denn irgendwie mussten wir ja alle Sachen unterbringen sowie noch irgendwie Platz zum schlafen finden. Aber wie heißt es immer so schön: Auch in der kleinsten Hütte ist noch genug Platz. Zur Belohnung ging es dann auch erst einmal zu 5 Guys, wieder richtig fettige Burger und Pommes essen ... und davon auch definitiv nicht zu wenig! Nachdem dann auch die Grundlage gelegt war gings erst einmal mit Victor und Santi ins Washingtoner Nachtleben.

Der Sonntag wurde dann ganz entspannt verbracht, indem wir einfach wie ganz stink normale Touris durch die Stadt gelaufen sind. Da dürften natürlich Dinge wie die National Mall und das Weiße Haus nicht fehlen. Und da natürlich Sonntag wie fast immer Kinotag angesagt ist, haben wir uns Sherlock Holmes angeschaut. Allerdings war der Film alles andere als einfach zu verstehen, denn die Schauspieler hatten zum Teil schwierige Akzente und es wurde des öfteren viel mit Wörter gespielt. Allerdings waren manche Specialeffekte einfach sehr genial. Also im Großen und Ganzen ein ganz ordentlicher Film.



Am Mittwoch ging es dann gemeinsam mit Victor auch zu unserem ersten NBA Spiel. Die Washington Wizards empfingen die Detroit Pistons. Wie sollte es auch anders sein, gabs am Ende eine Niederlage, wie es ja in den meisten Fällen den Wizards so geschieht. Zuschauer, die kurz vor Spielende schon das Stadion verließen und von anderen auf die bevorstehende Niederlage angesprochen wurde meinten in etwa nur dazu "That's normal, it's like every game". Aber bevor es überhaupt losging mussten wir zum Fotoshooting antreten.



Da wir die preiswertesten Tickets ($12) im obersten Rang in der letzten Reihe hatten, haben wir uns also nach oben begeben. Dort angekommen, wurden wir aber auch gleich wieder nach unten geschickt. Allerdings gab es von dem Mitarbeiter vorher noch ein kostenloses Upgrade, denn er hat jedem von uns kostenlos Tickets für je $75, die dem untersten Rang entsprachen, gegeben. Fanden wir super, denn somit mal wieder jede Menge Geld gespart. Letztendlich war der Grund dafür, dass das Stadion in der Regel nicht einmal halb voll wird und es somit doof im Fernsehen ausschaut. Also werden alle Leute nach unten geschickt, damits im Fernsehen dann wenigstens ansatzweise gefüllt ausschaut. Wie auch immer, uns sollte es recht sein ;-)
So, hier erst einmal ein Foto, als wir uns an unseren Plätzen eingefunden haben:



Was ja hier in den USA auf keinen Fall fehlen darf, ist, dass vor jedem Event erst einmal die National Hymne gespielt werden muss:



Und gleich danach gings dann auch mit der Vorstellung der Spieler weiter:





Die Timeouts und Quarterpausen wurden dann immer mit diversen Werbespielchen und "Showeinlagen" begleitet. So wurden ein paar kostenlose Borritos unter die Zuschauer gebracht, T-Shirts in die Menge gefeuert, Gutscheine verteilt oder auch mal mit der Kamera auf Leute gezeigt, die sich dann küssen mussten oder beim Tanzen auf den Rängen gezeigt wurden. Nur stellt euch das auf keinen Fall so vor wie in Deutschland! Die Leute flippen dabei wirklich total aus! Bei uns wär man sofort der totale Spinner, aber hier ist das Normal! Es war einfach nur total lustig! Im folgenden sind dann auch mal die Cheerleader eine Runde am tanzen:



Achso, und gespielt wurde übrigens auch noch ;-) Es war nun kein super Spiel, aber dennoch einfach mal interessant mit anzuschauen. Was aber mal total anders ist, ist die Stimmung im Stadion! Sowas wie Sprechchöre, Fangesänge oder dergleichen kennen die schon mal gar nicht und wenn überhaupt dann auch nur ansatzweise über Lautsprecher vom Band. Auch war eine permanente Unruhe auf den Rängen, da die Leute permanent gekommen und gegangen sind um sich mal wieder was zu Essen oder dergleichen zu kaufen. Hat ja nicht jeder son kostenlosen Borrito abbekommen ;-) Das höhste der Gefühle, was die Leute so zusammen bekommen haben, waren vereinzelte Buhrufe, ein Raunen wenn mal eine richtig gute Aktion war oder auch mal ein leichtes Klatschen. Am meisten sind die Zuschauer dann wirklich abgegangen, wenn gerade auf dem Feld nix los war und es wieder was zu verschenken gab oder man sich im Cube über dem Spielfeld auf der Leinwand zum Affen machen konnte.



Logischer Weise mussten wir dann ja auch mitmachen, also hat sich Victor mal hinter eine Moderatorin während eines Interviews gesetzt und auch etwas auf der Treppe mitgetanzt :D

Ja und am Ende stand dann, wie auch schon erwähnt, die Niederlage fest. Die Wizards haben mit 99 zu 90 verloren.

Ein Highlight gabs dann noch am Ende. An diesem Tag waren nämlich ein paar Astronauten der NASA im Stadion, die erst vor nicht all zu langer Zeit von ihrem Spacetrip wiedergekommen sind. Als wir dann am Verlassen des Stadions waren, hatte ich noch die Chance mich kurz mit 2 von ihnen fotografieren lassen, quasi ein Foto mit Kollegen ;-)

Den Donnerstag habe ich mir dann noch einmal frei genommen, so dass wir gemeinsam auch noch einmal ein wenig durch DC laufen konnten. Es ging zu erst zum Reflection Pool zwischen Washington Monument und Lincoln Memorial

und dann mit dem Fahrstuhl aufs Washington Monument hoch, dem höchsten Gebäude in ganz DC. Leider waren vor den ausgucklöchern Scheiben eingebaut, die auch etwas beschlagen waren, so dass die Aussicht und die Bilder ein wenig getrübt sind.

Von der National Mall aus gings dann noch eine Runde nach Georgetown zum shoppen, Abends nochmals zu Five Guys den Abschiedsburger essen und anschließend den Abend in Madams Organ, der Bar in Adams Morgan mit Livemusik ausklingen lassen.
Freitag hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen. Und was dann noch so geschehen ist, folgt im nächsten Post. :)

Montag, 18. Januar 2010

Back in DC

Seit Sonntag, den 03. Januar, bin ich nun wieder in DC. Natürlich hat mich die Stadt wieder mit blauem Himmel und Sonnenschein empfangen, nur war es doch nun um einiges kälter!

Nachdem Julia und ich das nötigste hier erledigt hatten sind wir am Abend zusammen mit Markus erst einmal ins Kino gegangen. So wie wir es ja hier schon fast traditionsbewusst jeden Sonntag machen. Als Film hatten wir uns "Did you hear about the Morgan's" ausgesucht und wir fanden den Film sehr witzig. Er hat uns an einige Dinge, insbesondere aus New York, erinnert und wir konnten ganz gut auch den Kontrast zwischen Stadt und Landleben hier nachvollziehen. Julia hat sich den Film mitlerweile auch noch einmal in Deutschland angeschaut, nur kamen da die Witze bei weitem nicht so gut rüber bzw. waren komplett abgeändert. Aber das ist ja halt immer das Problem mit Synchronisationen.

Im wesentlich sah dann die Woche so aus, dass ich immer halbtags auf Arbeit gegangen bin und wir dann Abends noch etwas unternommen haben. Sei es das wir Essen waren, uns mit Leuten hier getroffen haben oder, wie sollte es auch anders sein, wieder einmal shoppen waren. Da ich für Julia auch einen Besucherbadge besorgt habe, dürfte sie mich auch auf Arbeit mit begleiten, so dass ich ihr das NASA Gelände mal zeigen konnte. Highlight war natürlich der Besuch im NASA Giftstore :D

Am Freitag habe ich mir dann einen Tag frei genommen, so dass wir noch einmal einen ganzen Tag gemeinsam DC unsicher machen konnten. Wie es auch der Zufall so wollte, hatte es an dem Morgen bzw. in der Nacht etwas geschneit, so dass wenigstens alles leicht weiß mit Schnee überzogen war.



Als erstes haben wir uns dann das Bureau of Engraving and Printing angeschaut, einem von zwei Orten, an denen der Dollar gedruckt bzw. geprägt wird. So haben wir an einer kurzen Führung durch die Produktionshallen teilgenommen und konnten sehen, wie gerade die neuen Hunder-Dollar-Noten gedruckt wurden.



Nach der Führung konnte ich auch gleich einmal messen, wie Wertvoll ich doch bin ;-)



Von der Druckerei aus, ging es dann zum Weißen Haus, dass durch den Schnee gleich noch viel weißer war


über das Air and Space Museum zum Capitol und von dort aus noch zur Union Station.
Am Samstag hieß es dann auch schon leider wieder Abschied nehmen :( So habe ich dann Julia noch zum Dullas International Airport gebracht, von dem sie dann über New York wieder nach Hause geflogen ist.
Zwei kleine "Kuriositäten" haben sich dann noch am Airport ereignet. Zum Einen prangerte über der einen Abflugtafel erst einmal eine schöne Fehlermeldung in einem klassischen Windows Fehlerfenster und zum Anderen ist ein Spatz durch die große Halle geflogen. Dem war es draußen scheinbar auch zu kalt ;)
Vom Flughafen ging es dann für mich auch fast direkt zum Busbahnhof in DC, denn André und Matthias sollten mich für eine knappe Woche besuchen kommen. Aber mehr dazu im nächsten Post!

Samstag, 16. Januar 2010

New York City again and again

Ja es gibt mich noch und ich bin nicht verschollen :) Deshalb werde ich euch in der Zukunft auch weiter mit meinem Blog zuspamen ;)

Es ist ja schon ein Weilchen her, dass ich hier zuletzt was geschrieben habe, daher werde ich dies wieder in mehreren Posts hier nacharbeiten.
Wie schon erwähnt, habe ich den Jahreswechsel mit Julia in New York City verbracht. Unsere Unterkunft habe ich ja schon im letzten Post erwähnt - die war einfach nur aus unserer Sicht der Hammer. Steven, der Vermieter, war auch ein recht kontaktfreudiger Mensch, so dass wir auch jede Menge mit ihm reden konnten. Er hat uns dann auch jede Menge Tips gegeben wo wir unbedingt mal vorbei gehen sollten - sprich Orte die man als Standardtouri im Normalfall nicht ohne weiteres findet. So hat er uns Supermärkte empfohlen, Restaurants, Bäckereien, Einkaufsläden usw. und viele der Tips waren auch sehr gut! Einer dieser Tips war ZABAR'S, ein Supermarkt mit angeschlossenem Café. Entweder man kauft sich gleich alles im Café oder man kauft sich dort die Dinge erst im Supermarkt und setzt sich dann dort ins Café. Dies haben wir dann auch den einen Morgen gemacht. Das witzige war nur, dass wir ein paar Tage später im Kino in Washington waren und uns den Film "Did you hear about the Morgans?" angeschaut haben und dort der Laden auch erwähnt wurde (laut Julia wird dieser aber nicht in der deutschen Version erwähnt). Also waren wir wirklich in einem "echten" New Yorker Laden ;)

Am 30.12 hatten wir Tickets für das "Lion King" Musical im Minskoff Theater, direkt am Times Square. Uns hat das Musical sehr gefallen auch wenn die Story recht einfach ist. Es ist halt die 1 zu 1 Version zum Film. Aber die Inszenierung war sehr toll mit all den kreativen Kostümen und einer tollen Bühnenshow. Was wir irgendwie nur sehr eigenartig fanden war, dass zwar ein Dirigent vor der Bühne rumgewedelt hat, man aber nirgends ein Orchester finden konnte. Und dadurch das die Musiker über Mikrofone gesungen haben und die Musik auch aus Musikboxen kam, wirkte es ein wenig wie abgespielte Musik vom Band. Man hat aber auch gemerkt, dass live gesungen wurde!
Aber eins mussten wir mal wieder feststellen! Die Amerikaner haben keinen Respekt bzw. Benehmen in kulturellen Einrichtungen! In der Pause haben sich erst einmal viele Leute mit Getränken und Knabberein eingedeckt. Als es nach der Pause dann weiter ging, war ein enormes knistern und klappern im Saal, schlimmer als ich es je in einem Kino erlebt habe!

Da das Theater direkt am Times Square gelegen ist und aus den Fenstern auch einen tollen Blick auf diesen ermöglicht habe ich mal die Gelegenheit genutzt und mal ein Video von dem ganzen Trubel gemacht. Aber um das richtig zu verstehen, muss man es wahrscheinlich mal selber mitgemacht haben:

Hier mal noch ein Bild aus dem Minskoff Theater in der Lobby:

In New York gibt es ja so manch ausgefallenen und verrückten Laden, also haben wir uns auch mal in das Abenteuer Toys'r'us gestürzt. Im eingangsbereich kann man sich erst einmal in ein Riesenrad setzen und seine Runden drehen und dabei die drei Etagen versuchen zu überschauen. Es ist einfach unglaublich was dort alles verkauft wird und wie zum Teil dort noch anders Geld verdient wird, wie z.B. durch den Verkauf von Fotos vor bestimmten Figuren oder dergleichen. So wurde dort ein riesen begehbares Barbihaus aufgebaut, riesen LEGO Türme eine Jurassic Park Area und viele weitere Themenbereiche.


Die Silvesternacht haben wir dann in der 7th Avenue auf der Höhe der 53rd Street verbracht. Wir sind zu gegen 21 Uhr dort hingegangen und wurden aber auch relativ stark enttäuscht. Wir konnten zwar den Times Square mit dem 'ball' sehen aber es war einfach nix los. Es standen dort tausende Menschen auf der Straße im leichten Nieselregen und seiten der Stadt wurde nix unternommen. So gab es keine Videoleinwände, keine Musik, kein Entertainment ... eigentlich nix. Nichts destrotrotz haben wir uns die Mühe gemacht und sind dort eisern bis Mitternacht geblieben. Und dann kamen wir aber aus dem Staunen nicht mehr heraus! Kaum war es 0 Uhr hat sich jeder Happy New Year gewünscht und keine 3 Minuten später war die Straße nicht einmal mehr halb voll! Jeder hat sich auf den Heimweg begeben! Über dem Central Park wurde ein riesiges, ca. 20 minütiges Feuerwerk abgebrandt, aber keiner hat hingeschaut. Das fanden wir dann doch schon äußerst erstaunlich!!!

Was gibt es sonst noch so aus New York zu berichten!? Es war die meiste Zeit doch sehr kalt dort! :) Insbesondere durch die hohen Häuser wehte ein permanenter eisiger Wind, der es nicht viel angenehmer auf den Straßen gemacht hat. Aber es hatte auch mal geschneit, so dass wir New York wirklich im Winter mal sehen konnten! So war der Central Park im weißem Gewandt und die Seen dort zugefroren

und es gab noch einige weihnachtliche Verzierungen.
Auch ein bekanntes Bild aus New York ist der Weihnachtsbaum am Rockefeller Center der direkt über der Schlittschuhbahn steht. Auch wenn der Baum relativ groß ist, wirkte er aufgrund der ganzen Gebäude rund her um gar nicht so groß.

Am Neujahrstag haben wir dann erst einmal das MoMA unsicher gemacht. Auch wenn ich nicht der riesen Kunstfanatiker bin, war es doch schon mal recht interessant die Bilder, die man in der Schule in den Lehrbüchern gesehen hat, auch einmal im Original zu sehen.
Und kommt bei dem folgenden Bild nicht einigen von euch etwas bekannt vor? Richtig! Stichwort: Game Design - Fundamentals Kurs aus dem Sommersemester 09 :D
Unsere Wohnung war nur wenige Schritte vom Hudson River entfernt, gleich ganz in der Nähe von der Washington Bridge. Daher haben wir uns diese erst einmal am 2. Januar aus der Nähe angeschaut und sind dann weiter gefahren zur Brooklyn Bridge.

Naja und wie ihr euch sicher auch schon denken könnt, waren wir zwischenzeitlich immer mal wieder shoppen und haben einfach die Stadt genossen.

Freitag, 1. Januar 2010

Happy New Year

Euch allen ein frohes und gesundes neues Jahr 2010!

Jule und ich haben den Jahreswechsel auf der 7th Avenue mit Blick auf den Ball am Times Square und einem riesen 20 minütigen Feuerwerk im Rücken über dem Central Park vollzogen. Leider war das Wetter nicht das angenehmste, denn es hat leicht geregnet und es herrschten Temperaturen um den Gefrierpunkt. Nichts desto trotz sind wir 6 Stunden nach Berlin auch gut ins neue Jahr gekommen!

Einen ausführlicheren Report werde ich demnächst noch nachreichen, wenn ich mal wieder ein wenig Zeit finde!



Danke auch denen, die mir zum Geburtstag gratuliert haben :)