Nachdem Julia leider wieder abreisen musste, dürfte ich für eine weitere Woche noch mein kleines Hostel betreiben. Ca. 3 Stunden nachdem ich Julia am Flughafen verabschiedet habe, kamen André und Matthias von New York City mit dem Bus in DC an.
In meinem Zimmer fing dann erst einmal das große Rücken an, denn irgendwie mussten wir ja alle Sachen unterbringen sowie noch irgendwie Platz zum schlafen finden. Aber wie heißt es immer so schön: Auch in der kleinsten Hütte ist noch genug Platz. Zur Belohnung ging es dann auch erst einmal zu 5 Guys, wieder richtig fettige Burger und Pommes essen ... und davon auch definitiv nicht zu wenig! Nachdem dann auch die Grundlage gelegt war gings erst einmal mit Victor und Santi ins Washingtoner Nachtleben.
Der Sonntag wurde dann ganz entspannt verbracht, indem wir einfach wie ganz stink normale Touris durch die Stadt gelaufen sind. Da dürften natürlich Dinge wie die National Mall und das Weiße Haus nicht fehlen. Und da natürlich Sonntag wie fast immer Kinotag angesagt ist, haben wir uns
Sherlock Holmes angeschaut. Allerdings war der Film alles andere als einfach zu verstehen, denn die Schauspieler hatten zum Teil schwierige Akzente und es wurde des öfteren viel mit Wörter gespielt. Allerdings waren manche Specialeffekte einfach sehr genial. Also im Großen und Ganzen ein ganz ordentlicher Film.

Am Mittwoch ging es dann gemeinsam mit Victor auch zu unserem ersten NBA Spiel. Die Washington Wizards empfingen die Detroit Pistons. Wie sollte es auch anders sein, gabs am Ende eine Niederlage, wie es ja in den meisten Fällen den Wizards so geschieht. Zuschauer, die kurz vor Spielende schon das Stadion verließen und von anderen auf die bevorstehende Niederlage angesprochen wurde meinten in etwa nur dazu "That's normal, it's like every game". Aber bevor es überhaupt losging mussten wir zum Fotoshooting antreten.

Da wir die preiswertesten Tickets ($12) im obersten Rang in der letzten Reihe hatten, haben wir uns also nach oben begeben. Dort angekommen, wurden wir aber auch gleich wieder nach unten geschickt. Allerdings gab es von dem Mitarbeiter vorher noch ein kostenloses Upgrade, denn er hat jedem von uns kostenlos Tickets für je $75, die dem untersten Rang entsprachen, gegeben. Fanden wir super, denn somit mal wieder jede Menge Geld gespart. Letztendlich war der Grund dafür, dass das Stadion in der Regel nicht einmal halb voll wird und es somit doof im Fernsehen ausschaut. Also werden alle Leute nach unten geschickt, damits im Fernsehen dann wenigstens ansatzweise gefüllt ausschaut. Wie auch immer, uns sollte es recht sein ;-)
So, hier erst einmal ein Foto, als wir uns an unseren Plätzen eingefunden haben:

Was ja hier in den USA auf keinen Fall fehlen darf, ist, dass vor jedem Event erst einmal die National Hymne gespielt werden muss:
Und gleich danach gings dann auch mit der Vorstellung der Spieler weiter:

Die Timeouts und Quarterpausen wurden dann immer mit diversen Werbespielchen und "Showeinlagen" begleitet. So wurden ein paar kostenlose Borritos unter die Zuschauer gebracht, T-Shirts in die Menge gefeuert, Gutscheine verteilt oder auch mal mit der Kamera auf Leute gezeigt, die sich dann küssen mussten oder beim Tanzen auf den Rängen gezeigt wurden. Nur stellt euch das auf keinen Fall so vor wie in Deutschland! Die Leute flippen dabei wirklich total aus! Bei uns wär man sofort der totale Spinner, aber hier ist das Normal! Es war einfach nur total lustig! Im folgenden sind dann auch mal die Cheerleader eine Runde am tanzen:

Achso, und gespielt wurde übrigens auch noch ;-) Es war nun kein super Spiel, aber dennoch einfach mal interessant mit anzuschauen. Was aber mal total anders ist, ist die Stimmung im Stadion! Sowas wie Sprechchöre, Fangesänge oder dergleichen kennen die schon mal gar nicht und wenn überhaupt dann auch nur ansatzweise über Lautsprecher vom Band. Auch war eine permanente Unruhe auf den Rängen, da die Leute permanent gekommen und gegangen sind um sich mal wieder was zu Essen oder dergleichen zu kaufen. Hat ja nicht jeder son kostenlosen Borrito abbekommen ;-) Das höhste der Gefühle, was die Leute so zusammen bekommen haben, waren vereinzelte Buhrufe, ein Raunen wenn mal eine richtig gute Aktion war oder auch mal ein leichtes Klatschen. Am meisten sind die Zuschauer dann wirklich abgegangen, wenn gerade auf dem Feld nix los war und es wieder was zu verschenken gab oder man sich im Cube über dem Spielfeld auf der Leinwand zum Affen machen konnte.


Logischer Weise mussten wir dann ja auch mitmachen, also hat sich Victor mal hinter eine Moderatorin während eines Interviews gesetzt und auch etwas auf der Treppe mitgetanzt :D
Ja und am Ende stand dann, wie auch schon erwähnt, die Niederlage fest. Die Wizards haben mit 99 zu 90 verloren.
Ein Highlight gabs dann noch am Ende. An diesem Tag waren nämlich ein paar Astronauten der NASA im Stadion, die erst vor nicht all zu langer Zeit von ihrem Spacetrip wiedergekommen sind. Als wir dann am Verlassen des Stadions waren, hatte ich noch die Chance mich kurz mit 2 von ihnen fotografieren lassen, quasi ein Foto mit Kollegen ;-)
Den Donnerstag habe ich mir dann noch einmal frei genommen, so dass wir gemeinsam auch noch einmal ein wenig durch DC laufen konnten. Es ging zu erst zum Reflection Pool zwischen Washington Monument und Lincoln Memorial
und dann mit dem Fahrstuhl aufs Washington Monument hoch, dem höchsten Gebäude in ganz DC. Leider waren vor den ausgucklöchern Scheiben eingebaut, die auch etwas beschlagen waren, so dass die Aussicht und die Bilder ein wenig getrübt sind.

Von der National Mall aus gings dann noch eine Runde nach Georgetown zum shoppen, Abends nochmals zu Five Guys den Abschiedsburger essen und anschließend den Abend in Madams Organ, der Bar in Adams Morgan mit Livemusik ausklingen lassen.
Freitag hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen. Und was dann noch so geschehen ist, folgt im nächsten Post. :)